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Das war das Jahr 2004
27.02.

Fasching im Bootshaus

Am Freitag dem 27.02.04 glich unser Bootshaus eher einer Notaufnahme als einem Sportverein. Überall begegnete man Ärzten mit Stethoskopen, Schwerverletzten auf Krücken oder sogar im Rollstuhl sitzend und anderen krankenhausreifen Gestalten.

Bei näheren Betrachten hatten diese schwer gezeichneten Personen merkwürdigerweise alle ein Lächeln auf den Lippen oder einen Pfannkuchen in der Hand. Wie kam das? Hatten Sie doch Zuschüsse vom ihrer Krankenkasse bekommen? Oder waren sie nur voller Vorfreude auf den so wohlbekommenden Schulattest?

Die Antwort ist ganz einfach: Alle feierten den traditionellen Bootshaus-Fasching, diesmal unter dem Motto „Notaufnahme“. Heute wurden Wunden nicht zu- sondern angeklebt, Sportverletzungen wurden nicht nur angetäuscht, man durfte sie in Echtzeit ausleben.

Das kulturelle Erholungsprogramm wurde in den geschmückten Praxisräumen unseres Vereinshauses veranstaltet.

Wegen der schweren Verletzungen der Sportler hielten sich die Aktionen auf der Tanzfläche eher verhalten. Rollstühle, Gipsbeine und Krücken bewegten sich trotzdem recht gekonnt durch die Veranstaltung.

Echte Sportler haben eben Erfahrung mit solchen Handicaps!

Zwischen den Musikeinlagen konnten sich alle Patienten einer Therapie unterziehen. Die einen nahmen an einem Muskelaufbauprogramm mit „Apfelwettfischen“ und „Brötchen schmieren mit Hindernissen“ teil, die anderen begaben sich in eine Bewegungstherapie mit „Luftballontanzen“ und einer „Reise nach Jerusalem“.

Zum Glück wurde doch niemand ernsthaft verletzt und somit kann man hoffen, dass nächstes Jahr um diese Zeit wieder alle gesund zum Fasching erscheinen können.

A.H.

13.03.

150 Aktive im Ziel des LVB- Waldlaufes angekommen

Am 13.03.04 fand unser alljährlicher Waldlauf statt und der Wettergott war gut gestimmt.

Bei ca .12° C und strahlendem Sonnenschein bekam auch ein noch so großer Laufmuffel Lust, seine Laufschuhe rauszuholen.

Auch dieses Jahr durften wir uns an den zahlreichen Teilnehmern erfreuen. Von ca. 150 Aktiven, welche im Ziel registriert wurden, waren immerhin knapp 80 aus dem Schülerbereich (Schüler C bis Schüler A), was für die kommende Wettkampfsaison viel versprechend klingt. Vereine wie KFC Markranstädt, DHfK, Riesaer WSV, WSC Friedersdorf, KV Sandersdorf, Motor Leipzig West, TSV 1893 Leipzig Wahren e.V. (und wir natürlich) waren anwesend.

10 Uhr fiel der 1. Startschuss, je nach Alter mussten die Teilnehmer unterschiedlich viele Runden absolvieren, wobei 1 Runde ca. 1 Km betrug. Die Kleinsten (Jahrgänge 94-96) sind 1 Runde gelaufen. Mit steigender Startklasse wurden auch die Rundenzahlen größer, z. B. Schüler B mit 2 Runden, Schüler A mit 3 Runden oder auch die Herren Leistungsklasse mit 4 Runden. In der Altersklasse rannte man aber wieder eine Runde weniger.

Wem das zu wenig war, hatte die Möglichkeit im offenen Rennen über 10 Km mitzulaufen.
Diese Idee hatten immerhin 5 Frauen und 17 Männer verschiedenen Alters. Erstmals haben wir dieses Jahr auf der 10 Km Strecke die Zeit genommen. Fast das gesamte Starterfeld hat in diesem Jahr das Ziel unter 1 Stunde erreicht.
Gegen Mittag war es auch schon zu Ende. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn uns noch mehr Sportler und Vereine (gern auch wieder Nicht-Kanu-Vereine) besuchen und mitmachen.

C.D. ------> Ergebnisse

24.04.: 41.LVB-Regatta/

Sachsenmeisterschaft Langstrecke

Zum Glück hatte das Wetter ein Einsehen - obwohl sich der Himmel zwischenzeitlich bedrohlich verdunkelte, blieb der bei LVB-Regatten fast schon obligatorische Regen aus. So konnten die rund 310 gemeldeten Aktiven aus 17 Vereinen bei guten Bedingungen um die begehrten Medaillen und Sachsenmeisterhemden kämpfen. Schade, dass zeitgleich die Landesmeisterschaften in Sachsen-Anhalt ausgetragen wurden und die besten Junioren und Leistungsklassenfahrer zur nationalen Qualifikation in Duisburg waren.

So waren vor allem die Schüler und Jugendlichen gefordert. Und sie machten ihre Sache gut - unser Verein sichert sich wieder Platz eins der Gesamtwertung (139 Punkte) vor der DHfK mit 85 Punkten.

Neben der anhaltenden Dominanz der Canadierfahrer konnten in diesem Jahr auch die Kajaks Einersiege einfahren. Große Freude herrschte über die Goldmedaillen für Tom Weinhold bei den Schülern B, Jahrgang 93 und Jenni Geißler bei den Schülerinnen A Jahrgang 91.

G.W.

Ergebnisse

19.06.
Bilder zur Lipsiade 2004
22.-25.07.

Junioreneuropameisterschaft 2004 in Poznan (Polen) - ein Erlebnis mit tollem Höhepunkt

Es ist schon nicht einfach, sich für die deutsche Nationalmannschaft der Junioren zu qualifizieren. Dazu muss man zuerst einmal im März einen Athletiktest mit Kraftkontrollen und einem 3000 m - Lauf gut über die Runden bringen. Dann kommt im April ein erster Wassertest im Einer über Strecken von 250 m und 2000 m. Im Mai folgt ein zweiter Wassertest im Einer über 500 m und 1000 m - und das alles immer gegen die besten Junioren Deutschlands.

Hat man sich bei diesen drei Test durchgesetzt, folgt noch ein Internationaler Wettkampf. Erst wenn man auch dort erfolgreich abschneidet, hat man die Fahrkarte für den Jahreshöhenpunkt - in diesem Jahr die Junioreneuropameisterschaft - in der Tasche.

Und vor den Tests und Regatten gibt es ja auch noch die erforderlichen Trainingslager - es ist ein langer Weg, der viel Kraft, Zeit und Nerven kostet. Die Teilnahme an anderen Regatten ist da kaum noch möglich. Und die Schule gibt es ja auch noch. Umso erstaunlicher, dass in diesem Jahr gleich drei unserer Athleten den Sprung in die deutsche Juniorennationalmannschaft geschafft haben.

Tina Dietze, Fabian Wießner und Torsten Nuck haben sich mit Erfolg durch den Qualifikationsmarathon gekämpft und durften zum Lohn die deutschen Trikots und Anzüge überstreifen (die standen ihnen übrigens prima). Dabei ist Tina mit ihren 16 Jahren noch bei der Jugend startberechtigt und Fabian fährt erst im ersten Juniorenjahr! Torsten hat so ganz nebenbei auch noch sein Abitur geschafft!

Nach einem letzten 2½ -wöchigen Trainingslager in Wusterwitz und Poznan war es endlich soweit, vom 22. bis zum 25. Juli 2004 fanden die Europameisterschaften der Junioren und der U 23 in Poznan statt. Tina hatte sich einen Startplatz im Viererkajak über 500 m erkämpft. Fabian und Torsten knieten im Vierercanadier über 1000 m und Fabian durfte noch ein zweites Mal im C IV über 500 m starten.

Und die angereiste LVB-Fangemeinde durfte nicht nur die wunderschöne Regattastrecke von Poznan bewundern, sie bekam auch noch drei Finalläufe mit unseren Sportlern zu sehen. Höhepunkt war der souverän herausgefahrene Sieg des K IV der Juniorinnen - Goldmedaille für Tina gemeinsam mit Fanny Fischer aus Potsdam sowie Silke Hörmann und Brit Hitzschke aus Karlsruhe! So eine feierliche Siegerehrung mit deutscher Nationalhymne und Fahne ist schon eine bewegende Sache.

Der C IV über 1000 m mit Fabian und Torsten sowie Sebastian Brendel aus Potsdam und Christoph Reichert aus Magdeburg erkämpfte sich mit einem tollen Schlussspurt Platz sechs. Der Vierercanadier über 500 m kam auf Platz acht ein.

Unsere Sportler haben mit ihrem guten Abschneiden bereits schon wieder den ersten Schritt in Richtung des Jahreshöhepunktes 2005 gemacht. Dann finden in Szeged (Ungarn) die Weltmeisterschaften der Junioren und der U 23 statt. Tina und Fabian werden (hoffentlich) wieder um einen Platz in der Juniorenmannschaft kämpfen. Torsten startet im nächsten Jahr in der Leistungsklasse - für ihn geht es dann um einen Platz in der U 23 - Auswahl.

Wir gratulieren unseren Sportlern zu ihren Erfolgen und freuen uns schon auf die kommenden Höhepunkte!

G.W.

Ergebnisse

31.08.-

05.09.

83. Deutsche Meisterschaft in München - unsere blau-gelben Hemden waren häufig ganz vorn mit dabei

Eine ganze Woche Deutsche Meisterschaften mit einem Marathonprogramm liegen hinter unseren besten Sportlern. Zum Glück spielte das Wetter mit - bei Sonnenschein und wenig Wind gab es auf der Olympiaregattastrecke von 1972 bei guten äußeren Bedingungen spannende Rennen und harte Kämpfe um Finalplatzierungen und Edelmetall zu sehen.

Los ging es mit den Sprintrennen über 200m für die Junioren und die Leistungsklasse - diese kurze Strecke ist nicht jedermanns Sache, aber für die Zuschauer sehr sehenswert. Schade, dass diese Endläufe dienstags stattfanden, sie hätten mehr Zuschauer verdient gehabt. Zwei Bronzemedaillen gab es für unsere Starter. Tina Dietze und Janine Werner im K2 sowie Oliver Nell im C1 holten sich bei den Junioren diese Podestplatzierungen. Die Herren Junioren eröffneten in den Mannschaftsbooten ihre wohl beispiellose Serie von vierten Plätzen - fünf derartige Einläufe standen zum Abschluss der Wettkämpfe im C2 und C4 über die verschiedenen Distanzen zu Buche.

Insgesamt 32 LVB-Boote bzw. Boote des Landeskanuverbandes Sachsen mit LVB-Sportlern standen in den Endläufen über 500m und 1000m - eine super Bilanz, auf die wir wirklich stolz sein können! Und alle Altersklassen waren an diesem tollen Erfolg beteiligt - A-Schüler, Jugendliche und Juniorenstarter - Mädchen und Jungen. Heraus ragte noch der Einersieg von Tina Dietze bei der weiblichen Jugend mit sehr deutlichem Vorsprung. Im K2 fuhr Tina gemeinsam mit Nancy Adler auf den zweiten Platz vor. Und Oliver Nell, Torsten Nuck, Fabian Wießner und Erik Schmidt schafften im C4 über 1000m mit Bronze den Sprung aufs Podest.

Echt sehenswert war das Mannschaftscanadierrennen als Höhepunkt am Freitagabend. Acht Boote aus ganz Deutschland stellten sich dem Starter, darunter gleich zwei Leipziger Boote mit LVB-, DHfK- und KFC-Startern. Und die Kooperation klappte, am Ende gab es für Torsten Nuck, Fabian Wießner und Aaron Heuschmidt mit dem ersten Boot eine Siegersektdusche und Herr Heuschmidt ging traditionell als Steuermann des Siegerbootes baden (in diesem Fall sicher nicht ungern). Und unser zweites Boot fuhr auf Rang sechs vor.

Erfolgreich endeten auch die abschließenden Rennen über die lange Strecke am Sonntag. Unser Vierer der Schülerinnen A mit Franziska Kaps, Lucienne Gretzschik, Jennifer Geißler und Julia Bergelt erkämpfte über die 2000m-Strecke die Bronzemedaille! Dritte Plätze gab es auch für Tina Dietze im K1 bei der weiblichen Jugend und Torsten Nuck im C1 der Herren Junioren über die 6000m-Strecke. Erik Schmidt und Fabian Wießner konnten sich im C2 der Herren Junioren über 6000m sogar auf Platz zwei vorkämpfen.

Patrice Pfnister und Max Degen fuhren im C2 der Schüler A nach einem starken Rennen auf Platz vier ein. Janine Werner belegte nach ihren vielen guten Platzierungen bei diesen Deutschen Meisterschaften im abschließenden K2 der Damen Junioren gemeinsam mit Anja König aus Dresden den vierten Platz.

Freuen wir uns gemeinsam mit allen Sportlerinnen und Sportlern über die vielen guten Ergebnisse (2xGold, 2xSilber, 6xBronze, 10x4. Platz, 9x5. Platz, 4x6. Platz, 6x7. Platz, 7x 8. Platz, 2x 9. Platz) und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der langen und harten Vorbereitung auf die neue Saison 2005 (wer paddelt schon gern bei Kälte, Wind und Regen?).

G.W.

07.09.
Bilder zur Auszeichnungsfeier der DM Medaillen- Gewinner im Kuppelsaal der LVB
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